Donnerstag, 2. Mai 2013

Boros und DJ Quilts in Frankreich

Die Messe "Pour l´Amour du Fil" in Nantes/Frankreich Ende April zeigte neben vielen schönen anderen quiltigen Arbeiten auch interessante Japanischen Boros.

Boro-Arbeitsbekleidung wurden ab dem 16. Jhd. in den nördlichen ärmeren Regionen Japans mit gebrauchten Stoffen aus dem reicheren Westen des eigenen Landes aus- und verbessert. Die Bäuerinnen nahmen die gebrauchten Stoffe, alte Futondecken und sonstige geeignete Haushaltsgegenstände und arbeiteten daraus neue Boros für ihre Arbeit auf dem Feld.
Die Stoffe waren blau/indigo gefärbt, was der Farbe des Meeres gezollt war, welches die japanischen Inseln umgibt. Angeblich sollte das Blau auch gegen Insekten helfen.
Die Kleidung wurde immer wieder geflickt. So erhielt die Kleidung ihre interessante Struktur. Durch die Schichtung von mehreren Lagen wurde die Kleidung warm und robust. Diese ausgefransten und immer wieder überlappenden Stoffetzen gaben dem Ganzen ein charakteristisches Aussehen. Manchmal wurden Boros noch mit Sashikostichen verziert.
Selbst berühmte Kleidungsdesigner haben sich durch diese Art der Stoff-Schichtung inspirieren lassen. 

Die Firma Kimonoboys hat auf ihrer Seite eine deutsche Erläuterung zur Geschichte der japanischen Folk Kleidung, die auch auf Boros eingeht.

Tolle Bilder findet man z. B. hier bei "The Invisible Agent", 
oder hier bei "Cloth Roads".
Auch die Eingabe "Boro Quilt" , "Boro Quilts" oder auch "Boros Quilt" in eine Suchmaschine bringt viele Erfolge.
Nancy Lake hat eine wundervolle Sammlung auf Pinterest angelegt.


Auf der oben genannten Messe konnten Interessierte auch über 100 DJ-Replika-Quilts sehen.
Hier bei Sue finden sich neben einer DJ-Geburtstagstorte auch einige besondere Bilder dazu.
Und hier ist noch eine Diashow, die ebenfalls Bilder der Messe zeigt.

Paula

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